Home for Christmas 28.12.2022

Am 28. Dezember erlebten wir ein besonderes Konzert in der weihnachtlich geschmückten St.-Lorenz-Kirche. Das Weihnachtskonzert „Home for Christmas“ gastierte in Lübeck. Die Musiker sind in 26 Städten Schleswig-Holsteins aufgetreten, um Spenden für den Hospiz- und Palliativverband S-H zu sammeln.

Nach kurzen Begrüßungsworten – für die Lübecker Hospizbewegung sprach unser Vorstandsmitglied Ilse Cordts – verwöhnten uns die vier Musiker mit einem weihnachtlichen Feuerwerk. Bekannte Weihnachtslieder, eigene Kompositionen und internationale Folklore wechselten sich munter ab. MayaMo, die Sängerin mit Wurzeln in Guatemala und Kanada, führte gekonnt durch das Programm und zauberte mit ihrer Stimme eine weihnachtliche Atmosphäre in den Raum. Lediglich Plattdeutsch zu singen, traute sie sich nicht. So sang der hervorragende Pianist Georg Schroeter das Lied vom „Freesenhof“. Marc Breitfelder mit seiner Mundharmonika und der Keyborder Markus Schröder sorgten für einen melodischen und vollen Klang.

MayaMo meinte nach einigen Titeln, die Lübecker würden sich eher nach innen freuen und wohl nicht so sehr aus sich herausgehen. Das änderte sich zusehends, und als die Band „Feliz Navidad“ anstimmte, war es mit der Zurückhaltung vorbei. Erst nach Zugaben wurden die Musiker entlassen.

Wir haben ein außerordentlich gelungenes Konzert erlebt – und hoffen auf mehr in der nächsten Weihnachtszeit.

Treffen mit der Lübecker TelefonSeelsorge

Am 7. Dezember stellten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Margarita Hüpping und Monika Jünemann den Ehrenamtlichen der TelefonSeelsorge die  Leitidee und Begleitarbeit der Lübecker Hospizbewegung vor.

Berichte von sehr besonderen, persönlich erlebten Begleitungen rundeten den ersten Teil ab. Die Teilnehmenden bereicherten den inspirierenden Austausch mit kundigen Fragen und Ergänzungen und schufen so eine besondere, dichte Atmosphäre im Raum. Wir alle spürten, wie beglückend es sein kann, anderen Menschen beizustehen, sie zu begleiten, ob in der TelefonSeelsorge oder in der ambulanten Hospizarbeit.

Anschließend hielt Pastor Frank Gottschalk, Leiter der Lübecker TelefonSeelsorge, eines der vielen, bunten, von Monika Jünemann erstellten Plakate hoch. Dieses, knallrosafarben, war schwarz beschrieben mit den Begriffen „Da sein, Hören, Gespräch, Aushalten“. Genau diese Elemente, sagte Pfarrer Gottschalk, würden beide Institutionen verbinden. So unterschiedlich wir auch seien in Auftrag und Arbeitsweise –  beide sorgen wir uns in aller Achtsamkeit um die Seelen, die Würde der uns Anvertrauten.

Als Vertreterinnen der LHB fanden wir es sehr schön, dass wir uns so engagiert ausgetauscht und so viel Verbindendes entdeckt haben. Und gemeinsam mit den Ehrenamtlichen der TelefonSeelsorge waren wir uns einig darin, wir Ehrenamtlichen sind nicht nur Gebende – nein, wir alle werden in unserem Ehrenamt reich beschenkt.

Monika Jünemann

8000-Euro-Spende des Rosenhofs für Hospizvereine

Im August wurde das 30-jährige Bestehen der Seniorenwohnanlage Rosenhof auf dem Priwall unter anderem mit einer großen Tombola gefeiert. Es kamen insgesamt 600 Preise zusammen, die der Bewohnerbeirat anlässlich des Festes auf die Beine gestellt hatte. Als Ergebnis konnte eine erfreuliche Summe von insgesamt 8000 € erwirtschaftet werden. Diese wurden während des traditionellen Herbstkonzertes der Seniorenwohnanlage in Form zwei symbolischer Schecks in Höhe von je 4000€ an die beiden ambulanten Hospizvereine „Kinder auf Schmetterlingsflügeln“ und der „Lübecker Hospizbewegung e.V.“ überreicht. Rosenhof-Direktor Reinhard Antrich betonte, dass es der Einrichtung wichtig gewesen sei, dass der Tombola-Erlös in der Region bleiben und sozialen Zwecken zugute kommen soll. Die Koordinatorin Andrea Halbmann-Merz und Margarita Hüpping vom Vorstand nahmen dankend den Scheck entgegen.

Gottesdienst zum 30-jährigen Jubiläum

Am 22.10.2022 fand in der Jakobikirche der Gottesdienst zum 30- jährigen Jubiläum der Lübecker Hospizbewegung statt.

Unsere Vorsitzende Tinka Beller sprach Grußworte und übernahm die Lesung für die Predigt.

3 Ehrenamtliche berichteten von ihren Begleitungen- das war sehr bewegend.

In der Predigt, die von den Pastoren Kathrin und Lutz Jedeck und Propst i.R. Andreas Weiß gestaltet wurde, fand die Arbeit der Lübecker Hospizbewegung und ihrer Ehrenamtlichen große Wertschätzung und Anerkennung.

Auch in den Fürbitten, die von Ehrenamtlichen vorgetragen wurden.

Das Jazztrio „ Autumm Leaves“ begleitete den Gottesdienst mit wunderschöner Musik, Im Anschluss gab es einen Empfang im Gemeinderaum mit guten Begegnungen und Gesprächen.

Es war ein bewegender und berührender Gottesdienst!

Ilse Cordts

03.02.2023 Malen für Trauernde

Sie sind herzlich eingeladen mit Farben zu experimentieren und die eigenen Empfindungen auszudrücken. Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern die Freude am kreativen Gestalten und Malen steht im Vordergrund.

Wir arbeiten mit Aquarellfarben, Kohle, Bleistift und Ölkreide auf Papier.

Mitzubringen sind: Malerkittel und entsprechendes Material, falls bereits vorhanden. Die übrigen Materialien werden von der Lübecker Hospizbewegung zur Verfügung gestellt.

Es darf gelacht, aber auch geweint werden. Neues beginnt, wenn wir es wagen.

Nächster Termin:  3.02.2023 um 16:00 Uhr

Treffpunkt: Lübecker Hospizbewegung e.V., Breite Str. 50, 23552 Lübeck

Anmeldung: 0451 899 77 75

Kursleitung: Hospizhelferin und Malerin Bruni Jürss

Kosten: Keine

Teilnehmerzahl: maximal 6

08.02.2023 15:00Uhr Trauercafé „SCHWERELOS“

Das Trauercafé  SCHWERELOS von 15:00-17:00 Uhr öffnet wieder seine Türen in der Geschäftsstelle der Lübecker Hospizbewegung Breite Straße 50, 23552 Lübeck.

Es ist ein Ort, um in geschützter Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen, einander zuzuhören, Trost zu finden oder einfach nur zu schweigen.

Erfahrene Trauerbegleiter*innen sind mit dabei.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Sie können sich bei Fragen gerne telefonisch unter 0451 899 77 75 melden.

 

 

 

Death Café 16.02.2023 16:00Uhr

Jeden 3. Donnerstag im Monat veranstaltet das Palliativnetz Travebogen in Zusammenarbeit mit der Lübecker Hospizbewegung e.V.
ein Death Café, um über Tod, Trauer und Abschied zu sprechen.

Ort: 16.00 – 17.30 Uhr im Tonfink, Große Burgstraße 46, 23552 Lübeck 

„Death Café“. Das Café des Todes. Es klingt wie die Übersetzung eines Hollywood-Thrillers. Und trotz des brachialen Namens soll sich keiner vor einem Besuch fürchten – ganz im Gegenteil nämlich, denn Lachen ist hier ausdrücklich erwünscht. Auch wenn es bei den Gesprächen in dem Café tatsächlich um und über den Tod geht.

Wie möchte ich sterben? Welche Rituale gehören zu einem guten Abschied? Braucht Abschied einen Ort? All das sind Fragen, über die es sich lohnt, gemeinsam zu sprechen, zu philosophieren, nachzudenken. Die Idee dahinter: Das Thema Tod und Trauer aus der meist verdrängten Ecke ins Leben zu holen und sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu werden, um damit das Leben erfüllter zu gestalten.

Die Grundregeln sind dabei denkbar einfach: Das Café ist nicht kommerziell, es gibt immer Kaffee und Kuchen, die Treffen finden immer in einem geschützten und respektvollen Rahmen statt, es gibt keine bestimmte Vorgehensweise, Themen können vorgeschlagen werden, ansonsten wird über alles gesprochen, was die Teilnehmenden bewegt. Außerdem gibt es keine Hierarchien.

Gründer der Bewegung ist der Engländer Jon Underwood, der das Café-Modell nach Ideen des Schweizer Soziologe Bernard Crettaz entwickelte. 2011 fand das erste Death Café in Underwoods Haus in East London statt. Es wurde von seiner Mutter, der Psychotherapeutin Sue Barsky Reid, moderiert. Die beiden erstellten in der Folge einen Leitfaden zum Führen von Death Cafés, der nur ein Jahr später veröffentlich wurde. Aus England verbreitete sich die Idee von da an rasant weiter. Bereits 2012 fand die erste Veranstaltung in den USA statt.

Und warum das Ganze? „Wir haben festgestellt, dass es Menschen gibt, die gerne über den Tod sprechen möchten“, heißt es auf ihrer Homepage. „Und dass viele leidenschaftlich genug sind, um ihr eigenes Todescafé zu organisieren.“ Underwood starb überraschend 2017, seitdem führen seine Mutter und seine Schwester Jools Barsky die Idee fort. Mittlerweile soll es in 65 Ländern rund 8350 „Death Cafes“ oder „Café Mortel“ geben, davon 52 in Deutschland.

Und natürlich auch in Lübeck. Mit dem Death Café möchte das Palliativnetz Travebogen alle Neugierigen einladen, sich bei Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre über das Lebensende und alles Menschliche auszutauschen. Es handelt sich dabei um eine offene Gesprächsrunde, keine Trauerbegleitung und auch keine Selbsthilfegruppe. Die Gruppe trifft sich immer am dritten Donnerstag eines Monats.

Die Teilnahme an den Treffen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kommen Sie vorbei – gerne auch spontan!

22.02.2023 15:00Uhr „Trauercafé SCHWERELOS“

Trauercafé  „Schwerelos“ im KirchenFORUM Kücknitz, Straßenfeld 2.

Offenes Angebot, das trauernden Menschen die Gelegenheit gibt, in geschützter Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen, über Trauer und Verlusterfahrungen zu sprechen, oder nur zuzuhören und Gemeinschaft zu erleben.

Unsere ausgebildeten Trauerbegleiter*innen stehen Ihnen zur Seite.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung 0451 899 77 75

 

Kochen mit Witwern startet wieder im Frühjahr 2023 – am 22.02.2023

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, sich in der einfühlsamen Atmosphäre einer kleinen Männergruppe Tipps, Anregungen, Rezepte und Appetit aufs „Selbermachen“ mit nach Hause zu nehmen und Ihnen den Weg Ihres neuen Alltages zu erleichtern.

Wir starten am 22.2.02023 mit einem Schnupperabend im Nachbarschaftstreff St. Jürgen, Billrothstraße 2. Infos zu den weiteren 5 Abenden erhalten Sie an diesem Abend.

Gemeinsames Kochen wöchentlich mittwochs um 18:00 Uhr für maximal 3 Stunden.

Ihr Kostenbeitrag für den jeweiligen Abend mit max. 6 Teilnehmern beträgt 10,00€ und beinhaltet die Lebensmittel, die gemeinsam gekochte Mahlzeit, Getränke und die Rezepte.

Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich unter 0451  56856

Lesung und Gesprächskreis im Rahmen der Hospiz- und Palliativwoche

Die Lübecker Hospizbewegung hatte am 14. Oktober im Rahmen der Hospizwoche zu einer Lesung und einem Gesprächskreis ins Café Camino eingeladen.

Begleitung von Schwerstkranken, von Sterbenden und Trauernden. Wie geht das?

Und so versammelten sich elf Interessierte in einem besonderen Raum des Cafes, gespannt auf das, was kommen würde.

Tinka Beller, Vorsitzende, ehrenamtliche Sterbebegleiterin und Autorin mehrerer Bücher zum Thema, begann ihre Lesung mit einem persönlichen Einblick in ausgesuchte Begleitungen. So erzählte sie vom Sterben des Stiefvaters, von all dem, was innerhalb der Familie in dieser so besonderen Lebensphase unternommen wurde. Und das war wirklich ziemlich viel!!!

Die Autorin las leicht und locker. Als sie den schmerzlichen Verlust des Stiefvaters schilderte – so bitter für die ganze Familie – war im Raum die besondere Stille zu spüren, die solchen Momenten eigen ist.

Und einige Minuten später war dann  amüsiertes, befreiendes Lachen zu hören. Wer rechnet auch schon damit, dass in einem stationären Hospiz BIER zum Frühstück gereicht wird??

Und das, obwohl doch der Gast gerade „eingeschlafen“ ist?

In einem dritten Teil ihrer Lesung ließ uns Tinka Beller teilhaben an einer besonderen Begleitung zu einer noch jüngeren Frau. Hier ging es um die Qualität, die Bedeutung und den schmerzlichen Verlust von sprachlicher Kommunikation.

Wie achtsam, wie behutsam eine Begleitung für beide Seiten sein sollte, unterstrich Monika Jünemann, ebenfalls ehrenamtliche Begleiterin, mit einem beeindruckenden Zitat von Claudia Bausewein.

In der  Einleitungsrunde wurde dazu eingeladen, sich gerne mit Fragen, persönlichen Erzählungen oder Impulsen einzubringen. Und so beteiligten sich alle Teilnehmenden – aus den unterschiedlichsten beruflichen und persönlichen Kontexten –  interessiert und achtsam. So entwickelte sich bereits während der ersten Lesung ein inspirierendes Gespräch untereinander.

 

Monika Jünemann stellte dann – ausgehend von einem Zitat von Cicely Saunders –  die Struktur, Leitidee und Arbeitsweise der Lübecker Hospizbewegung dar. Wichtige Kernaussagen bereicherte sie mit eigenen Erfahrungen aus ihren Begleitungen. So schilderte sie die Begleitung eines Mannes, der trotz vorheriger Angst und Sorge es schaffte, seine Mutter im Sterben zu begleiten, zu berühren, ja mit ihr zu sprechen, auch noch Stunden nach ihrem Tod. Ihm gelang es diese Nähe, weil er das Sterben seiner Mutter nicht allein „schultern“ musste. Weil eine Begleitung „einfach nur da war“. Einfach ihm den Rücken stärkte, ihm buchstäblich eine ganze lange Nacht lang immer mal wieder die Hand auf den Rücken legte. „Da war“.

Auch zu diesen Berichten brachten sich alle Teilnehmenden engagiert und wissbegierig mit reflektierten Fragen und persönlichen Erlebnissen ein und  trugen so zu einem lebhaften Austausch bei. Deutlich war zu spüren, viele verfügten bereits über Wissen und Erfahrung in diesem Themenbereich.

Wie ist das denn genau mit den körperlichen Anzeichen des nahenden Todes? Wie ist das mit dem Austarieren von Nähe und Distanz? Wie gehen wir mit den unterschiedlichen Religionen um? Wie können wir auch nonverbale Zeichen wahrnehmen und richtig deuten? Und wie kann eigentlich so ein Trauercafé funktionieren? Wie schützen sich Trauer- und Sterbebegleiterinnen selbst?

Das sind nur einige der auftauchenden Fragen dieser Gesprächsrunde. Und natürlich konnten wir nicht alle ausführlich behandeln. Zum Nachspüren und nochmaligen Nachdenken gab es  ein „paper“ mit beiden vorgetragenen Zitaten, einigen Kernsätzen der Hospizarbeit sowie persönlichen Besinnungsfragen.

Zur Abrundung diente das Gebet „Der Segen der Trauernden“, eine Wertschätzung der Achtsam- und Behutsamkeit im Umgang mit Menschen in Trauer.

Dieses Treffen war bereichernd und berührend, machte klug, so lauteten die Rückmeldungen im abschließenden Blitzlicht. Und so verabschiedeten sich auch mehrere Gäste mit dem Wunsch, sich bald in einem ähnlichen Kreis wieder zu sehen.

Wir freuen uns darauf!

Monika Jünemann