Befähigungskurs zur Trauerbegleitung im Ehrenamt erfolgreich abgeschlossen

Bei der Lübecker Hospizbewegung e.V. konnten am Sonntag, den 4. Februar, dank der großzügigen Spende einer Hamburger Stiftung, 15 ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen aus verschiedenen ambulanten Hospizdiensten ihre Trauerqualifizierung mit einem Zertifikat erfolgreich abschließen.

Von August 2023 bis Februar 2024 wurden in 80 Unterrichtsstunden, 20 Stunden Literaturarbeit und 20 Stunden Peergrouparbeit die vielfältigen Themen und Schwerpunkte der Trauerarbeit gemeinsam mit Frau Dr. Tanja M. Brinkmann erarbeitet und vermittelt.

Wir, die Lübecker Hospizbewegung, freuen uns sehr 8 weitere ausgebildete Trauerbegleiter*innen in unseren verschiedensten Angeboten der Trauerarbeit ab sofort einsetzen zu können.

Fortbildung für FSJ – ler am 24. November 23 zum Thema Sterben/ Tod / Trauer

Wie gehen wir eigentlich mit Trauer in Kitas um, wie mit schmerzlichen Verlusten in Pflegeheimen und geriatrischen Stationen? Diese Fragenstellungen sind für viele der jungen Leute, die gerade in den verschiedenen Einrichtungen des DRK in Lübeck ein Soziales Jahr absolvieren, sich also selbst für andere Menschen engagieren, nicht fremd. Sie kennen Trauer und Tod aus ihrem familiären Kontext und ihrem Freundeskreis.

Eingebunden in den Blockunterricht und im schönen räumlichen Ambiente der Schwesternschaft näherten sich die jungen TeilnehmerInnen dem Themenbereich. Monika Jünemann stellte zu Beginn die Leitidee und die ehrenamtliche Hospizarbeit der LHB vor, verbunden mit Schilderungen selbst erfahrener Sterbe- und Trauerbegleitungen. Anschließend spürten sich die TeilnehmerInnen in persönliche, manchmal sehr sensible Fragestellungen hinein. Zudem erarbeiteten, ja „begriffen“ sie mit Hilfe von Symbolen, wie ein tragfähiger, wertschätzender Umgang mit Trauernden gelingen kann. Im dritten Teil sammelten die jungen Leute in Kleingruppen eigene Ideen, wie sie (in einer vorgegebenen Situation) mit betroffenen Kitakindern umgehen und möglichst behutsam auffangen können. Eingebettet war diese dreistündige Einheit in inspirierende Musik, einer tröstlichen Geschichte über das „Hinübergehen“ und einem Kerzenritus. Ein schönes Treffen, ein gutes Miteinander, so verabschiedeten wir uns voneinander.

Monika Jünemann

Beteiligung am Fachtag „Sterben, Tod und Trauer“ am BBZ Mölln

Am Mittwoch, dem 15. November waren wir als Team der Lübecker Hospizbewegung (Andrea Halbmann-Merz, Rob Gartenberg, Monika Jünemann) Gast beim jährlichen Fachtag des Möllner Berufsbildungszentrums.  Wir stellten an unserem Stand die Sterbe- und Trauerbegleitung unserer Ehrenamtlichen vor und beantworteten die unterschiedlichsten Fragen.

Im Rahmen zweier Einheiten von jeweils einer Stunde schnupperten interessierte Jugendliche in den Themenkreis Sterben Tod und Trauer hinein. Unterschiedliche Impulse und die Arbeit mit Symbolen ermöglichten eine intensive Gesprächsatmosphäre. So zeigten sich die Jugendlichen empathisch und gesprächsbereit bei Fragen wie diese:

  • Was haben denn ein Holzlöffel oder eine Uhr mit Trauer zu tun?
  • Kann ein vertrauter Duft den Abschied von der geliebten Großmutter sanfter machen?
  • Möchtest du über den Tod und das Sterben sprechen? Mit wem? Und mit wem nicht?
  • Glaubst du an ein ewiges Leben?

Unser Resümee: Junge Menschen sind sehr aufgeschlossen solchen elementaren Fragen gegenüber.

Es war ein gelungener Tag – für die Teilnehmenden, aber auch für die Leitidee der Hospizbewegung.

„Malen für Trauernde“ am 08.03.2024

Am Freitag, den 08.03.2024 findet von 16-18:00 Uhr wieder der Kurs „Malen für Trauernde“ statt.

Zusammen mit der Sterbe-, Trauerbegleiterin und Malerin Bruni Jürss wird gemeinsam in der Gruppe mit Farben experimentiert und versucht die eigenen Empfindungen darin auszudrücken.

Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern die Freude am kreativen Gestalten und am Austausch stehen dabei im Vordergrund.

Es darf gelacht, aber auch geweint werden. Neues beginnt, wenn wir es wagen…

Bitte anmelden über die Geschäftsstelle: 0451 8997775 oder info@luebecker-hospizbewegung.de

Weitere Termine im März:  8.3. und 22.3.24

 

13.03.2024 15:00Uhr Trauercafé „SCHWERELOS“

Das Trauercafé  SCHWERELOS von 15:00-17:00 Uhr öffnet wieder seine Türen in der Geschäftsstelle der Lübecker Hospizbewegung Breite Straße 50, 23552 Lübeck.

Es ist ein Ort, um in geschützter Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen, einander zuzuhören, Trost zu finden oder einfach nur zu schweigen.

Erfahrene Trauerbegleiter*innen sind mit dabei.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Sie können sich bei Fragen gerne telefonisch unter 0451 899 77 75 melden.

 

 

 

Kochen mit Witwern

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit sich in der einfühlsamen Atmosphäre einer kleinen Männergruppe Tipps, Anregungen, Rezepte und Appetit aufs „Selbermachen“ mit nach Hause zu nehmen und Ihnen den Weg Ihres neuen Alltages zu erleichtern.

Gemeinsames Kochen wöchentlich mittwochs um 18:00 Uhr für maximal 3 Stunden.

Wir starten mit einem Schnupperabend im Nachbarschaftstreff St. Jürgen, Billrothstraße 2.

Infos zu den weiteren 5 Abenden erhalten Sie dann an diesem Abend.

Ihr Kostenbeitrag für den jeweiligen Abend mit max. 6 Teilnehmern beträgt 10,00€ und beinhaltet Lebensmittel, Getränke und eine Rezeptesammlung.

Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich unter 0451  56856.

Death Café erst wieder ab April 2024

Jeden 3. Donnerstag im Monat veranstaltet das Palliativnetz Travebogen in Zusammenarbeit mit der Lübecker Hospizbewegung e.V.
ein Death Café, um über Tod, Trauer und Abschied zu sprechen.

Ort: 16.00 – 17.30 Uhr im Tonfink, Große Burgstraße 46, 23552 Lübeck 

„Death Café“. Das Café des Todes. Es klingt wie die Übersetzung eines Hollywood-Thrillers. Und trotz des brachialen Namens soll sich keiner vor einem Besuch fürchten – ganz im Gegenteil nämlich, denn Lachen ist hier ausdrücklich erwünscht. Auch wenn es bei den Gesprächen in dem Café tatsächlich um und über den Tod geht.

Wie möchte ich sterben? Welche Rituale gehören zu einem guten Abschied? Braucht Abschied einen Ort? All das sind Fragen, über die es sich lohnt, gemeinsam zu sprechen, zu philosophieren, nachzudenken. Die Idee dahinter: Das Thema Tod und Trauer aus der meist verdrängten Ecke ins Leben zu holen und sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu werden, um damit das Leben erfüllter zu gestalten.

Die Grundregeln sind dabei denkbar einfach: Das Café ist nicht kommerziell, es gibt immer Kaffee und Kuchen, die Treffen finden immer in einem geschützten und respektvollen Rahmen statt, es gibt keine bestimmte Vorgehensweise, Themen können vorgeschlagen werden, ansonsten wird über alles gesprochen, was die Teilnehmenden bewegt. Außerdem gibt es keine Hierarchien.

Gründer der Bewegung ist der Engländer Jon Underwood, der das Café-Modell nach Ideen des Schweizer Soziologe Bernard Crettaz entwickelte. 2011 fand das erste Death Café in Underwoods Haus in East London statt. Es wurde von seiner Mutter, der Psychotherapeutin Sue Barsky Reid, moderiert. Die beiden erstellten in der Folge einen Leitfaden zum Führen von Death Cafés, der nur ein Jahr später veröffentlich wurde. Aus England verbreitete sich die Idee von da an rasant weiter. Bereits 2012 fand die erste Veranstaltung in den USA statt.

Und warum das Ganze? „Wir haben festgestellt, dass es Menschen gibt, die gerne über den Tod sprechen möchten“, heißt es auf ihrer Homepage. „Und dass viele leidenschaftlich genug sind, um ihr eigenes Todescafé zu organisieren.“ Underwood starb überraschend 2017, seitdem führen seine Mutter und seine Schwester Jools Barsky die Idee fort. Mittlerweile soll es in 65 Ländern rund 8350 „Death Cafes“ oder „Café Mortel“ geben, davon 52 in Deutschland.

Und natürlich auch in Lübeck. Mit dem Death Café möchte das Palliativnetz Travebogen alle Neugierigen einladen, sich bei Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre über das Lebensende und alles Menschliche auszutauschen. Es handelt sich dabei um eine offene Gesprächsrunde, keine Trauerbegleitung und auch keine Selbsthilfegruppe. Die Gruppe trifft sich immer am dritten Donnerstag eines Monats.

Die Teilnahme an den Treffen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kommen Sie vorbei – gerne auch spontan!

Neue Zeiten für das Trauercafé SCHWERELOS

Ab September wird das Trauercafé SCHWERELOS alle 14 Tage in den Räumen der Geschäftsstelle, Breite Str. 50 stattfinden, also jeden 2. und 4. Mittwoch des Monats.

Das Trauercafé in der Kirchengemeinde Kücknitz, im KirchenFORUM, Straßenfeld 2, wird am Mittwoch, den 23.August vorerst das letzte Mal dort stattfinden.

Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist, kann die Trauer grenzenlos sein. Diese Last müssen Trauernde nicht alleine tragen. Beim Trauercafé SCHWERELOS stehen Ihnen Trauerbegleiter*innen als Unterstützung zur Verfügung. In vertrauensvoller und gemütlicher Atmosphäre  -bei Kaffee und Kuchen- ist Zeit für Gespräche.  Der Austausch mit anderen Trauernden kann helfen den Verlust zu verarbeiten und den Weg zurück ins Leben zu finden. In diesen schweren Zeiten ist es für Trauernde besonders wichtig einen Ort zu haben, an dem sie sich aufgehoben fühlen.

Sie sind eingeladen am Trauercafé SCHWERELOS teilzunehmen.

Die Teilnahme ist kostenfrei und bedarf keiner vorherigen Anmeldung.

 

Tagung des Vorstands

„Am ersten Juniwochenende trafen sich bei bestem Sommerwetter die Vorstandsmitglieder der LHB in ihrer neuen Zusammensetzung zu einer Tagung auf Fehmarn. Sowohl im Austausch als auch in allen Entscheidungen lag der Fokus auf der Verantwortung für die uns anvertrauten Menschen. Nach einer Evaluierung der zurückliegenden Arbeit wurden neue Beschlüsse gefasst und einige neue Projekte gestartet. Mit Zuversicht schaut der Vorstand auf die kommende Zeit.“

Text: Monika Jünemann

 

Foto: Rob Gartenberg

Offenes Treffen Mai

Am 25. Mai kamen zehn Ehrenamtliche im Seminarraum zusammen, um miteinander über die ewigalten und immer aktuellen Fragen zu sprechen: Kommt da eigentlich noch was? Gibt es für mich ein Leben nach dem Tod? Welche Erfahrungen habe ich in diesem Kontext gemacht, im eigenen Leben und bei Begleitungen?

Wir waren eine gut gemischte Runde; einige kannten sich recht gut, einige sahen sich zum ersten Mal – und beides beflügelte unsere Kommunikation. Verbunden hat uns das Interesse an diesem Thema, so dass sich ein intensiver Austausch entwickeln konnte.

Wie ein dramatischer Cocktail war dieses Treffen – mit all seinen unterschiedlichen Impulsen, Meinungen, Standpunkten und Äußerungen – so fasste in der Abschlussrunde ein Teilnehmer seinen Eindruck zusammen.

Monika Jünemann