Hilfe für den Hospizverein Rhein-Ahr nach der Flutkatastrophe

Die Bilder der Flutkatastrophe haben uns in den letzten Tagen und Wochen sehr bewegt.

Menschen, die alles verloren haben. Familienmitglieder, Wohnungen, Existenzen.

Auch der Hospizverein Rhein-Ahr ist betroffen, das Büro ist zerstört, die Mitarbeiterinnen sind provisorisch in Containern untergebracht und versuchen, auch unter diesen Umständen zu helfen. Es wurde bereits eine Stelle für Trauer- und Traumaarbeit beantragt, um die Betroffenen auch mittelfristig zu unterstützen.

Sylvia von Radetzky hat mit der Vorsitzenden des Vereins gesprochen und gefragt, wie wir helfen können.

Aktuell ist eine finanzielle Unterstützung die größte Hilfe, da es wirklich an Allem fehlt. Wir, als Vorstand der LHB, haben uns für eine Spende i.H.v. 1.000,- € entschieden. Wir werden auch weiterhin den Kontakt halten.

Wer sich näher informieren möchte, die Web-Adresse lautet:

https://www.hospiz-rhein-ahr.de/

Weitere Spenden sind herzlich willkommen

Spendenkonto:
Hospiz-Verein Rhein-Ahr
Kreissparkasse Ahrweiler: DE53 5775 1310 0000 5121 29 oder 
Volksbank RheinAhrEifel eG: DE55 5776 1591 0102 6157 00

Veranstaltungen sind wieder möglich

Am 09.06.2021 hat wieder unser Trauercafé „Schwerelos“ gestartet.

Für trauernde Menschen bieten wir nun wieder regelmäßig unser Trauercafé an. Trauer zu teilen, kann hilfreich sein, um mit der Trauer leben zu lernen. Deshalb sind alle herzlich dazu eingeladen unser Trauercafé SCHWERELOS zu besuchen.

Dieses findet statt jeden 2. Mittwoch im Monat von 15:00-17.00 Uhr in der Geschäftsstelle der Lübecker Hospizbewegung, Breite Straße 50

und jeden 4. Mittwoch im Monat im KirchenFORUM Kücknitz, Straßenfeld 2.

Bitte mit vorheriger Anmeldung unter 0451 8 99 77 75

 

Außerdem startet ab August unsere „Malerei für Trauernde“, ein zusätzliches Angebot für trauernde Menschen.

Sie sind herzlich eingeladen mit Farben zu experimentieren und dabei die eigenen Empfindungen auszudrücken. Die Freude am kreativen Gestalten und Malen steht dabei im Vordergrund.

Geleitet wird der Kurs von einer erfahrenen Malerin, Sterbe- und Trauerbegleiterin.

Der 1. Termin findet am Freitag, den 6. August von 17:00-19:00 Uhr in der Geschäfsstelle der Lübecker Hospizbewegung, Breite Straße 50 statt.

Auch hier bitten wir um vorherige Anmeldung unter 0451 8 99 77 75

 

Ansonsten können Sie uns nach wie vor jederzeit kontaktieren, wenn Sie eine Sterbe- oder Trauerbegleitung in Form von Einzelbegleitung und Einzelgesprächen wünschen.

Wenn Sie Fragen oder Wünsche haben oder Unterstützung in der letzten Lebensphase suchen,  rufen Sie uns an! Es ist nie zu früh, sich beraten zu lassen und Gedanken zu ordnen.

Wenn Sie eine Begleitung oder ein Gespräch wünschen, werden unsere Koordinatorinnen mit Ihnen Kontakt aufnehmen und Ihnen eine unserer ehrenamtlichen Sterbe- oder Trauerbegleiter*innen vermitteln.

 

 

 

 

 

„Noch einmal sprechen von der Wärme des Lebens…“ Mechtild Voss-Eiser

Wir alle kennen Trauer. Wir kennen diesen verzweifelten Schmerz, der unser Herz zerreißt. Wir alle wissen auch um die Kraft tröstender Psalmen und zärtlicher Gedichte. In unseren Sterbe- und Trauerbegleitungen sind wir ja oft hautnah dabei. Wenn wir dann vom Leben und Sterben sprechen, in einem klaren, behutsamen Miteinander, brauchen wir Inspirationen.

Eine wundervolle Inspiration ist dieses Buch. Mechtild Voss-Eiser (Verwaiste Eltern in Deutschland) hat darin beeindruckende und berührende Texte gesammelt. Trauernde Menschen, verwaiste Eltern, Partner, Kinder – sie alle schreien oder flüstern ihre Gedanken und Empfindungen heraus. Hoffnungslosigkeit, Wut, Einsamkeit, Verzweiflung, Trost, Zärtlichkeit, alle Gefühle haben ihren Raum, dürfen da sein. Wir entdecken liebevolle Gedichte, ewigalte Psalmen, Gebete und andere Texte aus der Literatur. Sie sprechen vom unendlichen Schmerz der Trauernden, aber auch „von der Wärme des Lebens…“ .

 

Zwei Textbeispiele:

„Das Sterben
Vielleicht ist es
kein Weggehen
sondern Zurückgehen?

Sind wir nicht unterwegs
mit ungenauem Ziel
mit ungenauer Ankunftszeit
mit Heimweh im Gepäck?

Wohin denn
sollten wir gehen
wenn nicht
nach Hause zurück?“ (Anne Steinwart)

 

 

Liebesgedicht

Lösch mir die Augen aus,
ich kann dich sehen,
wirf mir die Ohren zu, ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehen,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.
Brich mir die Arme ab,
ich fasse dich mit meinem Herzen wie mit einer Hand,
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich in meinem Blute tragen.“ (Rainer Maria Rilke)

 

Monika Jünemann

Mitarbeit der LHB in der AG „Jugendliche und Kinder in Trauer“

Immer mehr Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen in Lübeck erleben trauernde Eltern und  Schüler*innen.

Fragen unterschiedlichster Färbung tauchen auf:

Wie gehen wir als Verantwortliche mit Trauernden im schulischen Bereich um?

Welche Gesprächsangebote können wir hier anbieten? Wo bekommen wir Unterstützung? Wie entscheidend ist unsere eigene Haltung? Welche Rituale sind hilfreich? Was ist zu bedenken?

Im Winter 2020 hat sich auf Initiative des Travebogens eine interessante AG (JuKiTs) in Lübeck zusammengefunden.

Mehrere Mitarbeitende in Schulen und Hospizdiensten haben sich in ihr vernetzt und sich mittlerweile dreimal in Zoomkonferenzen ausgetauscht.

Als Lübecker Hospizbewegung sind unsere Begleitungen in erster Linie trauernden, schwerstkranken und sterbenden Erwachsenen angepasst. Aber auch in dieser AG arbeiten wir engagiert mit. Im Meeting am 22. April gab unsere ehrenamtlich tätige Hospiz – und Trauerbegleiterin Monika Jünemann anhand von Impulsen einen Einblick in ihre vielseitigen Erfahrungen mit Trauergesprächen.

Abschied in Einsamkeit

Unter der Rubrik „Trauerratgeber“ wurde in der LN am 10. April auf die verschiedenen Trauerangebote im Raum Lübeck hingewiesen. Es gab ein kurzes Interview mit ehrenamtlichen Trauerbegleiter*innen der LHB zu der Frage der Trauerarbeit in Zeiten von Corona.

Kein persönlicher Abschied vom Sterbenden, kein mitfühlendes Gespräch unter Freunden und keine Trost spendende Umarmung. Der Tod in Pandemiezeiten ist einsam – wie geht man damit um? 

Derzeit können leider kein Trauercafé, als auch andere Gruppenaktivitäten angeboten werden, jedoch Trauereinzelgespräche finden jederzeit statt.

 

„Mensch der Woche“ – Ehrenamtlicher der Lübecker Hospizbewegung

Herr Manfred Haack, ehrenamtlicher Mitarbeiter der LHB seit 15 Jahren, wurde bei der NDR3 Sendung „Mein Nachmittag“  für sein ehrenamtliches Engagement geehrt und mit einem Blumenstrauß gedankt.

Herr Haack wurde dabei von dem Redaktionsteam überrascht, als er die Familie seiner Begleitung noch einmal besuchen wollte.

Er steht stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Hospizhelfer*innen, die bei der LHB, nach Absolvierung eines 10-monatigen Qualifizierungskurs, oft über viele Jahre schwerstkranke und sterbende Menschen wöchentlich besuchen und bis zum Ende begleiten.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/mein_nachmittag/Mensch-der-Woche-Manfred-Haack-aus-Luebeck,meinnachmittag25096.html

 

Neuer Qualifizierungskurs zum/zur Hospizhelfer*in

 

Anfang März konnte der neue Qualifierungskurs zum/zur Hospizhelfer*In bei der Lübecker Hospizbewegung online starten.

12 interessierte Teilnehmer*innen haben gemeinsam die Ausbildung begonnen, bei der sie in 100 Unterrichtseinheiten zum/zur Sterbegleiter*In ausgebildet werden.

Sie werden sich mit den Themen Tod, Trauer, Abschiednehmen und Bestattungsrituale, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, als auch mit den eigenen Erlebnissen auseinandersetzen.

Ziel der Ausbildung ist die Befähigung als ehrenamtlicher Mitarbeiter*In schwerstkranke und sterbende Menschen zu beraten und zu begleiten.

 

Gedenkgottesdienst für unsere ehrenamtlichen Hospizhelfer*innen

 

 

Am Donnerstag, den 19. November fand unser jährlicher Gedenkgottesdienst in der Jakobikirche mit der Pastorin Kathrin Jedeck statt.

Gemeinsam haben sich unsere ehrenamtlichen Hospizhelfer*Innen in einer besinnlichen Stunde von den Verstorbenen verabschiedet, die sie in diesem Jahr in ihrer letzten Lebensphase begleitet und unterstützt haben. Es gab noch einmal Zeit sich dieser Menschen zu erinnern und innezuhalten.